Oktober 26, 2016 - 2 comments

6 Tipps, die ich gerne schon früher beherzigt hätte…

Es handelt sich hier mit Sicherheit um keine wissenschaftlichen Neuerkenntnisse, oder um Weisheiten, die einen von den Socken hauen. Ganz im Gegenteil, viele der Dinge sind durchaus bekannt. Aber manchmal braucht es eben den letzten mentalen Schliff, um es ganz begriffen zu haben. Bei folgenden Fakten ging es mir zumindest so.

#1. Bestimmt kennst du das Bild; ein Nashorn strampelt sich auf dem Laufband ab, als Motivation schmückt ein Einhornposter die Wand - ‚Never give up your dreams‘ ist die Botschaft dahinter. Je nach Gemütslage, könnte das Bild aber meiner Meinung genauso den Titel ‚Dont compare yourself, it‘s a thief of joy‘ tragen.

Spiegelt nicht genau das die Probleme des Lebens wieder? Es kann etwas Gutes sein, sich zu vergleichen, es motiviert, es treibt an, es gibt uns eine Aussage darüber, wo wir stehen. Aber ich muss unbedingt lernen, hier Grenzen zu ziehen, um mich nicht selbst dabei zu verlieren. Sich mit jemanden zu vergleichen ist nicht dasselbe, wie jemand anderes sein zu wollen. Jeder einzelne von uns ist unterschiedlich und einzigartig- selbst bei den ganz genau selben Gegebenheiten wie zum Beispiel Körpergröße, Gewicht und Körperfettanteil würde ein Bauch (der Klassiker) trotzdem anders ausschauen. Nicht besser, nicht schlechter, einfach anders. Ganz egal, von wem man sich also motivieren lässt, am Ende muss man seinen eigenen Weg gehen, andernfalls bringt es einen kein Stück weiter und verschwendet unnötig Energie.

Nashorn- copyright dearday.chopso.de

Das bringt mich auch direkt zu meinem nächsten Punkt.

#2. Wenn es zu Übungsbeschreibungen kommt, vor allem im Yoga, hört man häufig, man solle auf die richtige Ausrichtung achten. Die korrekten Ausrichtungen schützen vor Verletzungen und sie schult die Bewegung so auszuführen, um erwünschte Effekte zu erzielen. Dennoch steht über dieser akribisch korrekten Ausrichtung vor allem dein Körper und deine anatomischen Gegebenheiten.

Nicht die jeweiligen Übungen haben die korrekte Ausrichtung sondern dein Körper hat die korrekte Ausrichtung.

Gelenkwinkel, Beweglichkeit, der Aufbau deines Skeletts, all das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, so dass es nicht nur die eine richtige Ausrichtung gibt.

Hierzu ein banales und amüsierendes Beispiel: meine Nase ist größer als die Durchschnittliche, wenn ich also in der Child Pose, aus dem Yoga, ruhe und Richtung Matte schmelze, fühlt es sich für mich gar nicht mehr so angenehm an, da der Druck auf der Auflagefläche- Nase zu groß wird :), also drehe ich gern den Kopf zur Seite. Mache ich die Übung deswegen verkehrt? Nein. Und hier sprechen wir nur von einem Körperteil ohne Gelenk und Muskeln- das Ganze kann also noch um einiges komplexer werden (Sitzriese, Monkey Arme, O- Beine, Beine bis zum Boden sind nur ein paar Beispiele). Was ich damit sagen will ist, dass die korrekte Ausrichtung und Ausführung einer Übung wichtig ist, sie aber immer an deine Gegebenheiten angepasst sein sollte.

Das ist vermutlich auch eine der größten Herausforderungen, da es eine Grad- Wanderung zwischen Ausrede und Achtsamkeit ist.

sheshe

Photo: Albertine Van Iterson- SheShe Retreat

#3. Ein Workout muss mich nicht töten, um mich stärker zu machen.

Ein Zwicken und Ziehen in den Muskeln am Tag danach ist absolut etwas, woran ich Gefallen finden kann, dennoch musste ich mich davon frei mache,  dass ich nicht hart genug trainiert habe, wenn ich nach einem Leg- Day noch Treppen steigen kann. Muskelkater ist nicht das Indiz dafür, ob ich effektiv und effizient trainiert habe.

Ein leichtes Training ist immer noch besser als gar kein Training. Und ein Training ohne Muskelkater, kann genauso zu Erfolgen führen. Und genau so wichtig sind Mobilitätstraining und Regenerationstraining.

Gerade wenn man in das ‚Sport Business‘ einsteigt, ist es viel wichtiger einfach mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Das heißt Treppen zu steigen, anstatt den Aufzug zu nehmen, in der Mittagspause einen Spaziergang zu machen, anstatt den Latte Macchiato zu schlürfen, mit dem Fahrrad und dem Rucksack einkaufen zu fahren, anstatt mit dem Auto usw. Dann kann das Workout auch mal so ausfallen, das man mit einem erfrischten Gefühl rausgeht und selbst danach noch Bäume ausreißen könnte.

SheShe

Photo: Albertine van Iterson- SheShe Retreat

#4. Wenn es um das Thema Ernährung geht scheitern bestimmt 50% der Leute nicht an Unwissenheit, sondern daran das Gewusste umzusetzen. Aber was hilft?

Anstatt mich in eine nächste Diät zu stürzen, Kalorien zu zählen, Mikro- und Makronährstoffe zu studieren, die richtige Essens- Tageszeit zu Takten und in Ernährungsergänzungsmittel zu investieren, habe ich gelernt einfach zurück zu den Basics zu gehen. Ich plane nicht ‚shredded‘ zu sein und die nächste Bikini Show zu rocken, und deswegen langt es komplett aus das Thema Ernährung vereinfacht zu betrachten.

  1. Ich esse echtes Essen- (gelingt mir meistens): Brokkoli‘s Inhaltstoffe ist Brokkoli- check ist gut für mich; Aufschnitt durchlebt da schon einen längeren Herstellungsprozess, nicht so optimal; wer weiß was so in Fast Food steckt- kommt nicht auf den Teller
  2. Ich esse dann, wenn ich Hunger habe (gelingt mir ab und zu 🙂 )

Anstatt  sich also im Detail zu verlieren, hilft es einfach mit dem groben anzufangen: eine Mahlzeit am Tag ist von mir selbst zubereitet und besteht zu 80% aus Gemüse. Fahr ich damit gut, kann man den nächsten Schritt dazu nehmen-  Keine sprudeligen Süßgetränke mehr -usw. Diese Babyschritte brauchen vielleicht länger bis sie einen ans Ziel bringen, dafür helfen sie aber nachhaltig, gesund und glücklich zu sein.

#5. Die Antwort auf die Frage, warum Zucker nicht gut für mich ist, war immer ‚Weil es mich dick macht‘. Viel wichtiger als das ist aber eigentlich der Grund, dass Zucker uns krank macht. Als ich das wirklich verstanden hatte, fiel es mir viel leichter auf zuckerhaltige Dinge zu verzichten (und ich bin wirklich eine Naschkatze). Ich spare Zucker nicht zwecks den Kalorien aus, sondern viel eher weil ich keine Lust darauf habe es meinen Körper zu zumuten. Wenn man radikal spricht, könnte man die Beweggründe des Nichtrauchers damit gleichstellen. Ich will nicht heuchlerisch sein, ich esse immer noch Zucker aber wenig, und das ohne das Gefühl mir etwas vom Mund abzusparen. Dokumentarfilme haben mir wirklich geholfen, die Konsequenzen zu verinnerlichen, auch wenn es in eine Brain- Wash Richtung geht, zeigt es einmal klar und deutlich auf, was man damit eigentlich doofes anstellt.

Zwei Dokumentation, die ich empfehle, findest du hier: 'Sugar- the bitter Truth' und 'Forks over Knives'

#6. Einer meiner Lieblingszitate ist: ‚Be the best version of yourself‘, eigentlich völlig selbsterklärend und  dennoch es hat eine Weile gedauert bis ich wirklich begriffen habe, dass diese ‚Best Version‘ keinen stetigen Anstieg in der Kurve aufzeigen muss. Ich kann nicht jeden Tag in der Bestform meines Lebens sein und der tricky Part dabei ist es, genau über diese Zeiten nicht frustriert zu sein, sondern sie ebenfalls willkommen zu heißen. Dann gibt es eben Zeiten, wo ich nicht so fit bin, und Dinge die ich nie mehr so hinbekomme wie damals (ja traurig, darf man so mit 31 schon reden?!? 🙂 ) Anstatt mich deswegen in ein Loch von Frustration zu reden, versuche ich Gedanken wie ‚Ja aber, ich wäre so gern wieder so fit/in Form/ gut drauf/ unbesorgt wie damals  hier oder da‘ lediglich als Motivation zu nehmen und mich dann drauf zu fokussieren, was für neue andere Dinge dazu gekommen sind, die zu dem damaligen Zeitpunkt nicht möglich waren und bin ‚The Best Version of  Myself‘ im Hier und Jetzt.

Published by: Miriam Frieser in Food, Motivation, Sport

Comments

Lakesha
April 23, 2017 at 4:05 am

Ts0et#8230;Prés©ntemen&&#823Ã;J’avance TRÈS bien avec les femmes…Depuis que j’ai appris à traiter celles qui m’intéressent EXACTEMENT comme celles qui ne m’intéressent pas…CA AUCUNE OSTIE DE LOGIQUE…Tu deviens désirable en ayant l’air pas intéressé……KESSÉ CA…..Dans l’jeu de la séduction « dans mon temps » les 2 pouvaient manifester leurs désiers sans nécessairement le consommer immédiatement….

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