März 15, 2017 - No Comments!

Meditation- und dann muss man auch noch die Zeit haben, einfach dazusitzen und nichts zu tun


Ich habe länger überlegt, ob ich wirklich eine  Blog Post über das Meditieren schreiben soll. Letztendlich ist es für mich noch eher Neuland und kann man dann wirklich Tipps über dieses  Thema geben?

Aber ist das nicht eigentlich genau eine der Dinge, die das Meditieren uns lehrt:

sich frei machen von Urteilen-  sich lösen von Gedanken, ob man gut oder schlecht darin ist. Alles was erst mal zählt, ist nur die Tatsache, ob man es als Priorität setzt und sich wirklich Zeit dafür nimmt. Sobald das geschieht, ist man eigentlich bereits erfolgreich am Meditieren.

Und deswegen möchte ich  heute die zwei Methoden beschreiben, die bei mir am leichtesten von der Hand oder wenn man so will vom Herzen gehen, womit Meditieren sich leichtfüßiger anfühlt und ich nicht das Gefühl habe, dass ich dafür in der ‚richtigen‘ Stimmung sein muss. Denn wenn wir ehrlich sind, sind es ja grade diese Tage,  an denen uns das Meditieren am besten bedient.

Dieses Video hat bei mir tatsächlich einen kleinen Durchbruch geschafft, ohne zu wissen was genau es eigentlich getriggert hat. Vielleicht war es einfach genau der richtige Input, dargestellt in Bildern, die für mich zugänglich waren und das Ganze zum richtigen Zeitpunkt;  jedenfalls hat es mich dazu bewegt,  meditieren mal wirklich zu einer Priorität von mir zu machen und dran zu bleiben.

Seit dem halte ich mich tatsächlich daran, wenigstens an 5 Tagen der Woche, mit einer Mediation in den Tag zu starten, den Tag damit zu beenden oder einfach untertags mal 10 Minuten einzuschieben. Auch wenn sich morgens für mich tatsächlich am wohltuendsten anfühlt, erfüllt es letztendlich immer seinen Zweck. Es stellt sich eine tiefsitzende Zufriedenheit ein, nicht immer abrufbar, aber dennoch merklich, womit man Problemen im Alltag gelassener, mit ein wenig mehr Selbstzuversicht  und mehr Klarheit entgegen treten kann.

Bei beiden Methoden geht es letztendlich um das Beobachten des eigenen Ichs und ein Verlagern des Fokus auf den Atmen, wodurch man sich von den eigentlichen Gedanken des Alltagswahns ablenkt. Gedanken werden immer kommen und gehen, auch während der Meditation, das Ziel ist nicht, komplett nicht zu denken, sondern einfach die jeweiligen Gedanken nicht weiter emotional mit an Board zu nehmen.

Während der Meditation sitze ich am liebsten aufrecht im bequemen Schneidersitz oder in der sitzende Vorwärtsbeuge mit gebeugten Knien oder unterstützt mit einem  Bolster.

Chakra Meditation- die Art von Mediation, die ich während meiner Yoga Ausbildung verinnerlichte. Wir haben sieben Energie Zentren in unserem Körper, die wie aufgereiht auf einer Perlenkette entlang der Wirbelsäule und im (bzw. über) dem Kopf des Menschen liegen. Das erste Zentrum befindet sich hierbei am Ende unsere Wirbelsäule, und das letzte an unserer Krone. Die Chakren stehen jeweils für bestimmte Eigenschaften  und sind Farben zugeordnet. Ich denke weiter  möchte ich dafür hier gar nicht ausholen.

Bei der Mediation selbst konzentriere ich  mich jeweils auf ein Chakra, beginnend bei meinem Ersten, dem Wurzel- Chakra. Ich folge mit meinem Innern Auge meinem Atem, fühle wie er in das jeweilige Chakra fließt, dort die Chakra Farbe annimmt und dann wieder ausströmt. Jedes Chakra wird mit fünf Atemzügen ‚versorgt‘. Mit dieser Methode arbeite ich mich von unten nach oben wie auf einer Leiter, von Energiezentrum zu Energiezentrum. Wenn ich beim letzten Chakra angekommen bin stretche und strecke ich mich noch ein wenig, wenn Zeit bleibt, folgt noch eine Yoga Einheit. Die Meditation dauert ganz unterschiedlich,  je nachdem wie viel Ruhe ich durch das Atmen in den Körper bringen kann oder wie sehr ich doch wieder von einem ruhelosen Denkenschnatterns abgelenkt  werde.

Die Atem- Meditation-  hierbei zähle ich meine Atemzüge beginnend bei 20 rückwärts runter, jedes Ein- und Ausatmen ist dabei eine Zahl. Das Ziel ist nicht, so schnell wie möglich bei 0 anzukommen- vielmehr aber bei mir und meinem Atmen zu bleiben. Wenn ich mich also wieder in einem Strudel von Gedanken finde und komplett vergessen habe, bei welcher Zahl ich angelangt war, fange ich wieder von vorne bei 20 an zu zählen.

Ich lasse gerne nebenher einen Song laufen, der mir ein Zeitfenster setzt, wann ich meine Meditation beende.

Songs die ich gerne zum Meditieren höre und die man auch häufig in meinen Yoga Stunden während der Endmediation Savasana hört sind diese hier:

Wah! - Radhe Savasana

Ólafur Arnalds - Particels

Ólafur Arnalds - Say my name

Meditation lässt uns etwas ausstrahlen, das von unseren Mitmenschen als Sympathie empfundenen wird und wodurch dein Umfeld freundlicher reagiert, so kommt es mir fast vor… Und wenn Jeder mit Jedem einfach ein wenig freundlicher umgeht, ganz egal was für ein Päckchen man gerade mit sich herum trägt, macht das doch die Welt ein kleines Stückchen besser. <3

Eure Mimi

Published by: Miriam Frieser in Motivation, Sport, Yoga

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